Mühlen im Naturpark Holsteinische Schweiz

 

Für viele Gemeinden gelten sie als Wahrzeichen und auch hier, im Naturpark Holsteinische Schweiz kann man sie in drei Orten bestaunen: beflügelte Windmühlen. Durch ihr Aussehen und die mächtige Bauweise ziehen sie unsere Faszination auf sich, nicht umsonst findet man sie oftmals auf Titelbildern von Kalendern oder gar in Gemeindewappen wieder.

Alle drei Windmühlen stammen aus der Werkstatt des Mühlenbauers Carl Friedrich Trahn aus Neustadt/ Holstein, der 1888 nach dem Bau der einhundertsten Windmühle starb.

 

Eine der drei Windmühlen innerhalb des Naturparks Holsteinische Schweiz steht in Ascheberg-Langenrade.

Die Windmühle mit dem Namen „Sventana“ wurde 1860 in Kleinmühlen bei Plön errichtet. In Ascheberg steht die Mühle erst seit 1890 als Ersatz für eine abgebrannte Vorgängerin. 1982 haben sich drei mühlenbegeisterte Paare entschlossen die Mühle wieder funktionstüchtig zu machen. Nach erheblichen finanziellen und  arbeitsmäßigem Aufwand ist seit 1990 der einstöckige Galerieholländer wieder windgängig und voll funktionsfähig. Finanziell unterstützt wurde die Sanierung der Mühlenflügel u. a. durch Landesmittel für Naturparke.

Ein Highlight: frisch gemahlenes Roggenschrot sowie Weizen- und Dinkelmehl aus Bioland Anbau ist fast immer vorrätig.

Langenrader Mühle, Foto: S. Fuhrmann

Grebiner Mühle, Foto: A. Johannsen

Mächtig stolz ist die Gemeinde Grebin auf ihre Windmühle „Wagria“,  sogar im Grebiner- Wappen taucht sie wieder auf. Die Grebiner Windmühle ist ein 1851 erbauter Kellerholländer, dessen Kappe 1995 umfangreich restauriert wurde - finanziell unterstützt u.a. durch Landesmittel für Naturparke. Die Mühle wurde 2007 umfangreich renoviert. Wenn Gruppen Interesse an einer Führung durch die Mühle haben können sie sich an Herrn Schuch (04383-840) oder an Herrn Sohn (043839852) wenden.

Vom Mühlenberg hat man einen weiten Blick in die Holsteinische Schweiz.

„Moder Grau“, so heißt die Windmühle in Eutin. Sie wurde 1850 als zweistöckiger Galerieholländer erbaut.  

Holländerwindmühlen, auch Kappenwindmühlen genannt sind hierzulande achteckige, hölzerne Bauwerke auf einem soliden Fundament, bei denen nur die Kappe mit einem Steert (eine Art Balken zum Vordrehen der Kappe) oder mit Hilfe der Windrose drehbar sind.

Der Rumpf und die Kappe sind reetgedeckt, was die Mühle sehr urig wirken lässt.

„Moder Grau“ wurde bis 1950 betrieben und heute befindet sich im Erdgeschoss ein Kneipenrestaurant.

 

 

Wassermühle in Klein Rönnau, Foto: D. Herms

Für Mühlenfreunde gibt es im Naturpark weiterhin eine Wassermühle zu besichtigen. Sie steht in Klein Rönnau und wird bereits 1342 urkundlich erwähnt. Das heutige Gebäude wurde 1649 errichtet. Der Antrieb erfolgte durch ein unterschlächtiges Mühlenrad an der Außenwand des Gebäudes. Um die Jahrhundertwende 1899/1900 erweiterte man die Mühle durch Anbau des Maschinenhauses. Das Wasserrad wurde durch eine Turbine ersetzt, die auch der Erzeugung von elektrischem Strom diente.

In der Mühle wurde bis 1960 Getreide gemahlen, danach verfiel das Gebäude. 1999-2001 erfolgte die Restaurierung und Sarnierung. Seit 2001 ist das Mühlenhaus, in dem sich noch Teile des Originalmahlwerkes befinden, wieder zu besichtigen. Seit 2002 werden die technischen Einrichtungen durch interessierte Bürger vervollständigt und repariert. Ziel ist es, mit Hilfe eines Elektroantriebes einen kompletten Mahlvorgang zu demonstrieren.

Besichtigung Pfingsmontag (Deutscher Mühlentag) und in der Sommerferienzeit in Deutschland an jedem Sonntag von 11.00 bis 16.00 Uhr.

Für Gruppen ist die Besichtigung nach Terminabsprache mit Dietrich Herms Tel. 04551-84740 oder Klaus Bostedt Tel. 04551-83531 auch an anderen Terminen möglich.

In der Mühle besteht auch die Möglichkeit sich trauen zu lassen. Hierfür wurde ein Trauzimmer eingerichtet, das auch an Wochnenden genutzt werden kann. Terminabsprachen ebenfalls mit Herrn Herms (s.o.).


  zurückSeite drucken