Radfernweg Mönchsweg

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Quer durch die abwechslungsreiche Landschaft Schleswig-Holsteins mit herrlichen Naturparks und kulturellen Sehenswürdigkeiten führt der beschilderte Radfernweg von Glückstadt an der Elbe bis Puttgarden auf Fehmarn. Zahlreiche wunderschöne Kirchen - jahrhundertealte Bauten aus Feld- und Backstein - laden zum Eintreten ein, zum Staunen über architektonische Baukunst vergangener und gegenwärtiger Kunst, aber auch zur Besinnung und Ruhe. Die 340 km Strecke in einer Wochentour befahren oder eine ausgewählte Etappe an einem der Bahnhöfe an der Route beginnen – vieles ist möglich.

Mönche, Mission und Christianisierung

Der Radfahrer reist auf den Wegen der Mönche, die in den Zeiten der Christianisierung (8.-13. Jh.) durch das Gebiet nördlich der Elbe zogen. Nach dem Start in Glückstadt an der Elbe führt der Mönchsweg nach Itzehoe mit seinem Zisterzienser-Kloster mit Park und der St. Laurentii-Kirche. Über die Feldsteinkirche von Stellau geht es weiter zur Waldkapelle Mönkloh und nach Bad Bramstedt mit der Maria-Magdalenen-Kirche. Von dort begibt sich der Weg über Großenaspe nach Bad Segeberg mit der St. Marien-Kirche. Hier beginnt der Weg den Spuren des norddeutschen Missionars Vicelin (1090 - 1154) zu folgen und führt vorbei an den Vicelinkirchen St. Jakobi in Bornhöved und St. Petri in Bosau zum Benediktiner-Kloster mit der bedeutenden Klosterkirche in Cismar. In dessen historischem Klosterspeisesaal, dem Refektorium, kann heute jeder gemütlich Kaffee und Kuchen genießen. Nach der Passage des ehemaligen Bischofssitzes Oldenburg i. H. ist in Puttgarden der Zielpunkt der Route erreicht.

Oldenburg i. H. – ehemaliger Bischofssitz                     

Der im Jahre 968 durch Otto den Großen in Starigard errichtete älteste Bischofssitz Holsteins erhielt zwei Jahre später seine erste Kirche. Bischof Eward weihte sie zu Ehren von Johannes dem Täufer. Im heutigen Oldenburg werden im Wallmuseum, dem zweitgrößten archäologischen Museum des Landes, Herkunft und Einwanderung der Slawen, ihr Alltagsleben und christliche Mission anschaulich dargestellt. Kein Besucher sollte versäumen einmal die Ruhe der 1156 erbauten St. Johanniskirche und damit ältesten Backsteinkirche Nordeuropas auf sich wirken zu lassen.

Von der Elbe zur Ostsee

Wer dem Mönchsweg folgt durchfährt vier Landschaftsformen der ganz besonderen Klasse und passiert beeindruckende Sehenswürdigkeiten wie Schlösser, große Gutshöfe und Hügelgräber. Im Süd-Westen Schleswig-Holsteins hautnah am Flussverlauf der Stör mit Blick vom Deich, vorbei an den Schlössern in Breitenburg und Heiligenstedten wird die Störregion - ein Freizeit- und Paddlerparadies - durchquert.

Ein besonderes Naturerlebnis mit einer Fläche von über 4.000 ha ist der Segeberger Forst. Er zählt zu den größten zusammenhängenden Waldgebieten in Schleswig-Holstein und lädt mit attraktiven Angeboten zum Verweilen ein: Ob im Wildpark Eekholt, am Flugplatz Hartenholm oder auf dem mitten im Wald gelegenen Grillplatz mit Spielwiese, hier ist für jeden ein spannender Pausenplatz dabei.

Vorbei am 91 m hohen Kalkberg in Bad Segeberg und dem Erlebniswald Trappenkamp führt die Route weiter durch die Holsteinische Schweiz. Neben dem Plöner Schloss gehören idyllische Urlaubsorte eingebettet in sanfte Hügellandschaft, zahlreiche Seen, Wälder, Felder und herrliche Gutsanlagen zu den typischen Kennzeichen des größten Naturparks Schleswig-Holsteins.

Im Osten des Landes verläuft der Mönchsweg auf der von Ostseewellen umspülten Insel Fehmarn. Die einzige Ostseeinsel Schleswig-Holsteins lockt als eine der sonnigsten und trockensten Regionen Deutschlands viele Urlauber an ihre naturbelassenen Sandstrände und Steilküsten. Das Naturschutzgebiet Wallnau bietet neben Information jede Menge „Erkundungs-Spaß“.

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