Wälder

Dodauer Forst, Foto: S. Fuhrmann

Der Naturpark Holsteinische Schweiz ist heute mit ca. 15 % Waldanteil eine der waldreichsten Regionen in Schleswig-Holstein. Ohne Zutun des Menschen wäre das Östliche Hügelland fast völlig von Wald bedeckt. Je nach Standort wären es Buchen-Eichenmischwälder oder Bruchwälder.

Bruchwald auf der Prinzeninsel, Foto: J. Schulz

Noch zur Slawenzeit bedeckten Erlenbrüche große Teile des Gebietes. Die wenigen erhaltenen, schwer begehbaren Bruchwälder vermitteln noch heute einen wilden und urwüchsigen Eindruck. Das Landschaftsbild in Schleswig-Holstein hat sich seit der Agrarreform im 18. Jh. stark verändert. Es wurden große Fichtenaufforstungen vorgenommen, um den Holzbedarf mit dem schnell wachsenden Nadelholz decken zu können. Heute werden auf vielen, bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen Wälder mit standortgerechten Laubbaumarten angepflanzt. Nadelbäume werden auf geeigneten Böden in kleinen Gruppen beigemischt.

 

Eine der ältesten Eichen im Naturpark ist die ca. 500 Jahre alte „Bräutigamseiche“. Ihren Namen verdankt sie einer Hochzeit aus dem Jahre 1891. Gegen den Willen ihres Vaters gelang es einer Försterstochter heimliche Liebesbotschaften mit einem Schokoladenfabrikanten auszutauschen. Als Briefkasten nutzten beide ein Astloch in jener alten Eiche und bekamen sich schließlich.  Noch heute können Menschen an die Eiche schreiben. Täglich gegen 12 Uhr stellt der Postbote diese Briefe zu. Die Eiche ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt – es kommt sogar Post aus dem fernen Korea.

Adresse:

Bräutigamseiche
Dodauer Forst
23701 Eutin

Bräutigamseiche im Dodauer Forst, Foto: S. Koschinski

  zurückSeite drucken