Seen und Fliessgewässer

Der Ursprung der zahlreichen Seen und Wasserläufe im Naturpark liegt weit zurück in der letzten Eiszeit als Eis und Schmelzwasser die Formen der heutigen Landschaft schufen. Die an die 200 entstandenen Seen prägen heute maßgeblich das Landschaftsbild der Holsteinischen Schweiz. Die wichtigsten Fließgewässer im Naturpark sind Kossau, Kremper Au, Lachsbach, Schwartau, Schwentine und Trave.

 

Die Schwentine nimmt hierbei eine Sonderstellung ein: Sie entspringt nahe des höchsten Berges Schleswig-Holsteins (Bungsberg) und durchfließt die Holsteinische Seenkette bis sie schließlich in Kiel in die Ostsee mündet.

An der Schwentine reihen sich abwechselungsreich Flussabschnitte und Seen wie eine Perlenkette aneinander. Mit etwas Glück kann man dort den kleinen schillernden Eisvogel entdecken oder aber den größten Greifvogel Nordeuropas, den Seeadler.

Mit dem Kanu lässt sich die Schwentine von Wasserseite aus erkunden: sie ist ein herrliches Paddelrevier. Mehr über die Paddelmöglichkeiten erfahren sie hier...

 

Die Trave entspringt im südlichen Teil des Naturparks. Der Oberlauf der Trave ist ein ökologisch sehr empfindliches Gewässer. Mehr über die Trave und die Paddelmöglichkeiten auf der Mittleren Trave erfahren Sie...hier

Zufluss zum Großen Plöner See, Foto: D. Rode

Großer Plöner See, Foto: D. Rode

Lebensraum Gewässer

Die Gewässer im Naturpark bieten vielen Tieren einen Lebensraum. Wasservögel wie Haubentaucher, Reiherenten und Schellenten brüten in der Holsteinischen Schweiz. In den ausgedehnten Schilfröhrichten der Seen leben z.B. Schilfrohrsänger und die sehr scheue Rohrdommel. Mit etwas Glück kann man den größten Greifvogel Nordeuropas, den Seeadler beim Jagen beobachten. Und im Frühjahr und Herbst kommen tausende von Zugvögeln in den Naturpark. In feuchten Senken und Mooren leben verschiedene Amphibien, wie die Rotbauchunke, der kleine grüne Laubfrosch und der Moorfrosch. Auch der Fischotter hat sich wieder im Gebiet des Naturparks angesiedelt.

Seen

In ihrer Jugend waren die Seen in der Holsteinischen Schweiz nährstoffarm. Weil aber die Eiszeit im Hügelland überwiegend nährstoffreiche Böden hinterließ, wurden mit der Zeit auch die Gewässer nährstoffreicher. Unsere meisten Seen sind deshalb von Natur aus nährstoffreich (eutroph). Allerdings kommt es im klaren Wasser der natürlichen, eutrophen Gewässer nicht zu den bekannten Algenexplosionen, weil das von den Algen benötigte Phosphor fehlt. Erst die von Menschen in großen Mengen eingebrachten Nährstoffe brachten den Wasserhaushalt durcheinander und führten zu einer Trübung.

 

 

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